Gersfeld und Stadtteile als Tourismusorte anerkannt

Gersfeld als einzige Kommune in der Rhön zum „Tourismusort“ prädikatisiert
Neben dem Prädikat "Heilklimatischer Kurort", welches nur im Stadtteil Kernstadt gilt, wurde die Stadt Gersfeld (Rhön) nun, als gesamte Kommune, zum Tourismusort prädikatisiert. Damit ist Gersfeld ab dem 01.09.2020 nicht nur Heilklimatischer Kurort, sondern auch einer von nur elf Tourismusorten in Hessen und der Einzige in der Rhön.
Schon zu Beginn des Jahres wurde der Prädikatisierungsprozess durch einen entsprechenden Antrag initiiert. Dieser Antrag wurde durch den Fachausschuss für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte beim Regierungspräsidium Kassel geprüft. Die Entscheidung über die Verleihung des Prädikates lag beim Hessischen Wirtschaftsministerium.
Nachdem die Prüfkommission Gersfeld im Frühjahr besucht und einen begeisterten Eindruck gewonnen hat, wurde Herrn Bürgermeister Dr. Korell die Anerkennungsurkunde und ein entsprechender Bescheid am Dienstag, 01.09.2020, durch Herrn Horst Wenzel, den für Prädikatisierungsverfahren und Tourismus zuständigen Mitarbeiter des RP Kassel, in Gersfelds schönem Schlosspark übergeben.
Tourismusorte müssen mehr als doppelt so viele Übernachtungsgäste wie Einwohner aufweisen. Ferner müssen sie sich durch ihre landschaftliche Lage oder durch bedeutende kulturelle Einrichtungen wie Museen und Theater, internationalen Veranstaltungen oder sonstigen bedeutenden Freizeiteinrichtungen von überörtlicher Bedeutung, oder durch geeignete Angebote für Naherholung, von anderen Orten abheben.
Anerkannte Tourismusorte haben das Recht, einen zweckgebundenen Tourismusbeitrag zur Pflege ihrer touristischen Infrastruktur zu erheben. Die Details müssen die Kommunen in einer Satzung regeln. Beratungen hierrüber werden in den nächsten Monaten mit den Beherbergungsbetrieben und in den politischen Gremien geführt werden. „Mein Ziel ist Gleichbehandlung. Deshalb meine ich, dass die als "Notlösung" eingeführte Tourismusabgabe in Form einer Bettensteuer wieder zurückgenommen und eine einheitliche Abgaben in Form eines Beitrages in allen Gersfelder Stadtteilen eingeführt werden sollte“ erklärt Bürgermeister Dr. Korell.
"Touristische Infrastruktur zu erhalten und auszubauen, nutzt langfristig allen Beteiligten", sagt auch Wirtschaftsminister Al-Wazir. "Zufriedene Gäste kommen wieder, Unternehmen können mit intakter touristischer Infrastruktur und guten Freizeitangeboten werben, und auch für die Einwohner selbst ist ein attraktives Umfeld ein Gewinn. Tourismus hat für die Entwicklung ländlicher Regionen hohe Bedeutung. In Hessen sichert er – in Vollzeitstellen umgerechnet – rund 230.000 Arbeitsplätze. 2019 verbuchte Hessen mit über 35 Mio. Übernachtungen den zehnten Besucherrekord in Folge."
„Im Besonderen danke ich unseren tollen Betrieben, die mit viel Hingabe und Einsatz eine große Zahl an Tages- und Übernachtungsgäste zufrieden stellen. Ich hoffe, dass der derzeit recht hohe Besucherstrom anhält und die Übernachtungszahlen und damit die touristische Wertschöpfung in Gersfeld und der Rhön noch weiter steigen werden“, so Bürgermeister Dr. Korell

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