Neuzugang im Segelflugmuseum

Der Riesenvogel fliegt

Am 04.04.1926 hatte ein ungewöhnliches Segelflugzeug seinen Erstflug am Dörnberg bei Kassel. Im August 1926 nahm das Flugzeug dann am 7. Rhönwettbewerbauf der Wasserkuppe teil. Der sogenannten Riesenvogel E9 von Gottfried Espenlaub, einem der Pioniere des Segelflugs der damaligen Zeit. Das Besondere an diesem Flugzeug war neben der Größe, daher auch der Name, die Streckung der Flügel. Große Spannweite bei kleiner Flächentiefe, Espenlaub hatte erkannt, dass damit bedeutend mehr Leistung, längeres Gleiten bzw. Segeln möglich ist.

Martin Atzwanger aus Österreich hat dieses Segelflugzeug nun als flugfähiges Modell nachgebaut und wird Ende Juni damit einen Flug auf der Wasserkuppe wagen. Dank der Unterstützung der Segelflugschule Wasserkuppe wird das möglich sein. Die Nachfahren von Gottlieb Espenlaub haben ebenfalls zugesagt bei diesem Flug mit dem Modell anwesend zu sein. Anschließend wird der Riesenvogel dann im Deutschen Segelflugmuseum mit Modellflug ausgestellt und ist dort zu bewundern.

Gottlieb Espenlaub war aber auch einer der Ersten, die den heute üblichen Flugzeugschlepp durchführte. Gemeinsam mit Gerhard Fiesseler versuchte er ein Segelflugzeug E7 im Schlepp eines Doppeldeckers auf Höhe zu bringen. Dies gelang dann auch und so baute Espenlaub auch ein Motor-Schleppflugzeug E11. Auch diese beiden geschichtsträchtigen Flugzeuge wrden von Martin Atzwanger nachgebaut. Neben dem Riesenvogel E9 sind die E7 und die E11 ebenfalls ab Ende Juni im Museum auf der Wasserkuppe zu bestaunen.

 

Zurück